Schulprofil/Schulsozialarbeit

Schulsozialarbeit - systematische Brücke zwischen Schule und Jugendlichen

Die Schulsozialarbeit in Trägerschaft des schuleigenen Fördervereins ist seit ca. 15 Jahren integraler Bestandteil der Theodor-Litt-Schule, insbesondere der berufsvorbereitenden Bildungsgänge.

Schülerinnen und Schüler dieser Schulform kommen häufig ohne Schulabschluss von allgemein bildenden Schulen, weisen recht brüchige Bildungskarrieren auf, sind zum Teil durch Regelverstöße oder Schulverweigerung aufgefallen und benötigen deshalb neben Unterrichtsangeboten ein hohes Maß an sozialpädagogischer Begleitung, wenn in der kurzen Zeit, die der Beruflichen Schule bleibt (1-2 Jahre) schulische Defizite aufgeholt, schulische Abschlüsse nachgeholt und der Übergang in Ausbildung oder Arbeit gelingen soll.

Der Förderverein für gewerblich-technische Aus- und Weiterbildung e.V. ist auch freier Träger der Jugendhilfe und darüber auch im Netzwerk der Jugendhilfe und Jugendberufshilfe in der Stadt Gießen vertreten. Die Einbeziehung von Schulsozialarbeit in Schule ermöglicht systematisch und professionell die Verknüpfung von Schule und Jugendhilfe. Eine Teamstruktur aus Lehrkräften und Sozialpädagoginnen und –pädagogen gibt die Chance, in einen ganzheitlichen Bildungsprozess die je spezifischen Kompetenzen und Rollen einzubringen und so der komplexen Problemsituation besser gerecht werden zu können.

Schulsozialarbeit an der Theodor-Litt-Schule heißt konkret:

  • Kontinuierliche Begleitung in der Schule, Bearbeitung der schulischen Erfahrungen;
  • Mitarbeit bei der Erstellung des individuellen Förderplans;
  • Beratung der Lehrkräfte bei einzelfallbezogenen Interventionen (Entwicklung von pädagogischen Maßnahmen oder Ordnungsmaßnahmen);
  • Organisation eines Unterstützungssystems in Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen des Jugendamtes oder freier Träger der Jugendhilfe;
  • Kooperation mit den Beteiligten des Unterstützungssystems: Allgemeiner sozialer Dienst, Jugendgerichtshilfe, Bewährungshilfe, Beratungseinrichtungen, Gemeinwesenarbeit, Jugendprojekten, Agentur für Arbeit etc.;
  • Entwickeln von Anschlussperspektiven gemeinsam mit den Jugendlichen (weitere schulische oder berufsvorbereitende Bildungsgänge, Ausbildung, Beschäftigung etc);
  • Sozialpädagogische Gruppenangebote, die personale und soziale Kompetenzen fördern sollen (Erlebnispädagogik, Gruppenfahrten, Interaktionsspiele, Kreativ- oder Medienprojekte);
  • gezielte gruppenbezogene Interventionen (Coolness-Training, Präventionsmaßnahmen für drogengefährdete Jugendliche);
  • Aufsuchende Arbeit bei Jugendlichen, die hohe Fehlzeiten aufweisen: Besuche zu Hause oder in Freizeiteinrichtungen; systematische Dokumentation und Reflexion aller Maßnahmen.