Die Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung richten sich an Jugendliche ohne Berufsausbildungsverhältnis, die bereits neun Schulbesuchsjahre absolviert haben. Sie bereiten auf eine Berufsausbildung, auf eine Berufstätigkeit oder auf weiterführende Bildungsgänge vor.
In den Bildungsgängen zur Berufsvorbereitung geht es um Berufsorientierung, Berufsfindung, Arbeits-, Lern- und Sozialverhalten sowie um allgemeine und berufsbezogene Bildung. Dabei soll auch die Entwicklung und Erweiterung der Sprachkompetenz in der deutschen Sprache insbesondere für Jugendliche mit Migrationshintergrund gefördert werden. Es geht um ganzheitliche Bildungsprozesse, bei denen allgemeine Bildung und berufsbezogene Qualifizierung eng miteinander verknüpft sind. In einer handlungs- und projektorientierten Didaktik und Methodik kommt der individuellen Förderung ein besonderer Stellenwert zu.
Ziel des Bildungsganges ist, Jugendliche im Übergang Schule – Beruf so zu qualifizieren, dass sie ihre beruflichen Neigungen und Interessen erkennen und in Ausbildung einmünden können bzw. dass sie ihre Voraussetzungen für Ausbildung und Beschäftigung verbessern können.
Die berufsbezogene Qualifizierung erfolgt in den Bereichen
Holz-, Bau-, Metall- oder Elektrotechnik.
Die Jugendlichen erhalten im berufsbildenden Lernbereich ein Angebot an berufsbezogenen Basisqualifikationen und Qualifizierungsbausteinen, die mit Zertifikaten bescheinigt werden. Jede Klasse hat zwei berufsbezogene Schwerpunkte.
Der allgemein bildende Unterricht findet in den Fächern Deutsch, Politik/Wirtschaft, Mathematik, informationstechnische Grundbildung, Sport und ggf. Englisch statt.
| Stundentafel | ||
| Berufsbezogener Unterricht | 14 Std. |
drei zweiwöchige Praktika |
| Deutsch | 4-6 Std. | |
| Politik/Wirtschaft | 2 Std. | |
| Mathematik | 4 Std. | |
| Sport | 2 Std. | |
| ITG | 4 Std. | |
| ggf. Englisch | 2 Std. | |
Die Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung enden mit einer Abschlussprüfung. Folgende Qualifikationen können erworben werden:
Die Teilnahme an der Externen Realschulabschlussprüfung ist möglich.
Alle Jugendlichen werden auch sozialpädagogisch begleitet. Aufgaben sind:
Das Programm Eingliederung in die Berufs- und Arbeitswelt (EIBE) ist ein vom Europäischen Sozialfonds gefördertes Programm des Hessischen Kultusministeriums, mit dem Jugendlichen der Einstieg in die Berufs- und Arbeitswelt erleichtert werden soll. Sie sind eine Ergänzung der Bildungs-gänge zur Berufsvorbereitung.
Jugendliche, die in der Regel zwischen 16 und 19 Jahren alt sind, keine Ausbildungsstelle gefunden haben und berufliche Orientierung oder Unterricht im Bereich Deutsch als Fremdsprache benötigen, können die EIBE-Lehrgänge besuchen.
Jugendliche, die bereits zehn Schulbesuchsjahre erfüllt haben, können die Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung in Teilzeitform besuchen.
In den Bildungsgängen zur Berufsvorbereitung können Schülerinnen und Schüler von Gesamtschulen, Haupt- und Realschulen und Sonderschulen aus Stadt und Landkreis Gießen aufgenommen werden. Voraussetzung sind neun Schulbesuchsjahre und der Besuch der Klasse acht.
Die Anmeldung erfolgt in der Regel bis zum 30. April durch die Erziehungsberechtigten über die abgebende Schule. Der Anmeldung muss das letzte Schulzeugnis beigefügt werden.
Mädchen und junge Frauen, die sich für gewerblich-technische Berufe interessieren, werden bevorzugt aufgenommen.
Bereits vor den Sommerferien werden alle angemeldeten Schülerinnen und Schüler und ihre Erziehungsberechtigten zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Hier stellen wir unser Konzept vor und führen durch die Schule.
Gegebenenfalls werden Jugendliche und ihre Eltern auch zur Einzelberatung eingeladen.
Merkblätter und Ammeldeformulare im Downloadbereich|
Information, Beratung und Anmeldung: Theodor-Litt-Schule Ringallee 62 35390 Gießen Astrid Eibelshäuser Abteilungsleiterin |
Tel.: 0641/306 33-00, -01, -02 Tel.: 0641/3019271 Fax: 0641/306 33-05 e-Mail: eibe.tls@t-online.de Homepage: www.tls-gi.de |