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Ciao Torino! Austausch mit dem Gymnasium "Convitto Nazionale
Umberto I - Liceo classico Europeo", Turin
Im März 2003 erhielt die Theodor-Litt-Schule als Europaschule eine Anfrage aus Turin, ob sie an
einem Schüler/innen/austausch interessiert sei. Die Anfrage kam von der Europaschule „Convitto
Nazionale Umberto I“, einem Gymnasium mit dem Schwerpunkt im Fremdsprachenerwerb.
In ihrem Schulprogramm ist folgendes vermerkt: „Die Besonderheit unseres Gymnasiums besteht
darin, dass die Schüler nicht nur für die üblichen Lernziele, sondern auch für das gesellschaftliche
Zusammenleben verschiedener Kulturen vorbereitet werden, wobei besonders Wert
darauf gelegt wird, dass das Kennenlernen von fremden Kulturen eine Bereicherung der eigenen
bedeutet.“ Die Schule hat ihren Sitz in einem historischen Gebäude mitten in Turin.
Uns als gewerblich-technische Schule mit gymnasialer Oberstufe erschien einerseits Turin als
Wirtschaftszentrum in Italien und andererseits die Erfahrungen dieses Gymnasiums mit Fremdsprachen
sofort attraktiv. Bereits Anfang Mai konnten wir 11 Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihrer
Deutschlehrerin und ihrem Pädagogen für 10 Tage an unserer Schule begrüßen. Die italienischen
Gäste, die Deutsch lernten, waren in Familien von Schülern des Beruflichen Gymnasiums untergebracht;
dort konnten sie deutsche Lebensart hautnah miterleben.
„Wir haben eine andere Lebensweise kennen gelernt!“
Der Gegenbesuch fand Anfang Oktober statt und wurde von den 13 Schülern des BGs durchweg
positiv eingeschätzt:
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Alle beteiligten Schüler erklärten übereinstimmend, dass das Kennenlernen anderer Lebensweisen
als prägende Erfahrung zu bewerten sei.
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Die Lebenswelt italienischer Jugendlicher konnte von unseren Schülern in vielfältiger Weise
erfahren werden: in den Familien, bei der Teilnahme am Unterricht, bei gemeinsamen
Exkursionen und natürlich im Freizeitbereich.
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Auf privater Ebene wurden gegenseitige Besuche vereinbart.
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Die Schüler wirkten mit bei der Integration der Austauschschüler im deutschen Unterricht.
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Die Schüler entwickelten Ideen für Nachfolgeprojekte.
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Alle Schüler bestätigten zudem, dass sich ihre Bereitschaft, in Zukunft eine bestimmte Zeit im
Ausland zu arbeiten, durch diesen Aufenthalt erhöht habe.
Besuch und Gegenbesuch im Jahr 2004 ermöglichten weiteren 20 Jugendlichen ein gegenseitiges
Kennenlernen und eine Festigung der Partnerschaft.
Gemeinsame Projekte
Der erste Austausch diente vor allem dem Kennenlernen der Partnerschulen, deren Bedingungen
und Unterrichtsschwerpunkten, ebenso wie der Erkundung der beiden Städte und deren Umgebung,
vorrangig unter kulturellen und wirtschaftlichen Aspekten.
Im Zentrum des zweiten Austauschs stand das Projekt „Gießen/ Turin – A Guide for Young
People“, ein Führer in englischer Sprache. Hierbei wurden in deutsch/italienischen Teams Erkundungen
unter verschiedenen Aspekten (Geschichte, Sehenswürdigkeiten, Freizeitangebote,
Umwelt, Essen und natürlich „Nachtleben“) durchgeführt, dokumentiert, bewertet und präsentiert.
Ausblick
Die Weiterarbeit an „A Guide for Young People“ soll fortgesetzt werden: Sie ermöglicht den
Schülerinnen und Schülern nicht nur ein geplantes und gezieltes Herangehen an die Stadt und die
Umgebung der jeweiligen Partnerschule, sondern bindet auch die Freizeitaktivitäten in das Projekt
ein; die Broschüre kann zudem zur Vorbereitung für weitere Austausche genutzt werden und
bereits erste Einblicke und Tipps vermitteln.
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