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Zur Site von: Schulpartnerschaft mit der Madach-Imre-Berufsschule Gödöllö/UngarnBedingt durch die seit vielen Jahren bestehenden intensiven Beziehungen zwischen der Justus- Liebig-Universität Gießen und der agrarwissenschaftlichen Universität Gödöllö wurde im Oktober 1988 eine offizielle Städtepartnerschaft zwischen den beiden Städten eingegangen.
Gödöllö ist eine ungarische Mittelstadt mit ca. 30.000 Einwohnern/innen und liegt ca. 30 km nordöstlich von Budapest. Das Schloss von Gödöllö war ab 1876 Sommerresidenz des Kaisers Franz Josef und seiner Frau Elisabeth. Besonders Elisabeth („Sissi“), Königin von Ungarn, hielt sich gerne und oft in Gödöllö auf. Der weitläufige Schlosspark und die umliegenden Wälder sind heute ein Naturschutzgebiet, das viele Touristen anzieht. Gödöllö ist darüber hinaus ein wichtiges Zentrum der Landwirtschaft sowie Sitz mehrerer Großbetriebe der elektronischen Industrie und der Universität, vor allem der agrarwissenschaftlichen Universität mit ca. 2.500 Studentinnen und Studenten. Regelmäßige Kontakte mit der Partnerstadt Gödöllö werden über die Schulpartnerschaft gepflegt, die im Oktober 1993 zwischen der Theodor-Litt-Schule Gießen und der Madách-Imre-Berufsschule Gödöllö abgeschlossen wurde. Ziel dieser Schulpartnerschaft ist, dass Schüler und Lehrkräfte die Möglichkeit des gegenseitigen Kennenlernens, der persönlichen Begegnung mit Menschen anderer Länder haben und die Rahmenbedingungen für die Ausbildung junger Menschen im jeweiligen Partnerland kennen lernen. Des weiteren sind beide Schulen im Rahmen der Schulpartnerschaft bestrebt, einen Beitrag zur internationalen und interkulturellen Verständigung und somit zum Zusammenwachsen Europas zu leisten.
Nach mehreren Schüleraustauschfahrten und Studienfahrten führten wir im Schuljahr 2001/2002 ein europäisches Comeniusprojekt mit dem Titel: “Erstellen von Kommunikationsinseln“ durch. Ziel war eine Intensivierung der Kommunikation zwischen den Schülern der Madách Imre Schule und der Theodor-Litt-Schule. Darüber hinaus war die Einbindung der langjährigen Schulpartnerschaft in den europäischen Kontext intendiert. Der Projektgegenstand, die Herstellung von Kommunikationsinseln, stellte sich als ideales Vehikel zur Erreichung dieser Ziele heraus. Auf der Grundlage einer gemeinsamen Vorabplanung wurden zwei Pavillons und eine Sitzgruppe von deutschen Zimmerern und ungarischen Schreinern gemeinsam hergestellt. In der Planungsphase entstand eine intensive technische Kommunikation zwischen den MI- und TLS-Schülern durch Austausch und Abstimmung der Planungsunterlagen per E-Mail, Fax und Post.
Beim Besuch der ungarischen Partner in Gießen (18.10. – 31.10.2001) wurden die Baugruppen für Pavillon und Sitzgruppe auf Grundlage der Planungsunterlagen gemeinsam erstellt. Die im Projekt eingebundene Zimmererklasse konnte mit der Unterstützung des assoziierten Partners (Zimmerer-Innung, Betrieb) einen zweiten Pavillon mit modernsten CAD /CNC -Methoden herstellen. Beide Pavillons wurden dann gemeinsam mit den ungarischen Partnerschülern in Gruppenarbeit beim Gegenbesuch in Ungarn (18.04.-01.05.2002) auf dem Gelände der Madách Imre Schule aufgeschlagen. Dort dienen sie als Kommunikationsinseln in den Pausen sowie im Sommer als “Unterrichtsräume“. Neben der Erstellung der Pavillons wurde an beiden Schulen die Partnersprache begleitend unterrichtet, so dass sich die Schüler/innen während des Rahmenprogramms verständigen konnten. Das Rahmenprogramm beinhaltete kulturelle und geografische Besonderheiten der Region sowie das Kennenlernen von Teilen Ungarns.
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